Digitalisierung finanzieren: Welche Optionen hat der Handel?

Nicht erst die Corona-Krise hat gezeigt, dass viele Branchen in Fragen der Digitalisierung aufholen müssen. Auch im Handel gibt es viele Potenziale, die teilweise noch ungenutzt auf ihre Nutzung warten. Nein, es muss nicht immer der Online-Shop mit angeschlossenem eigenem Versandsystem sein. Oft fängt die Digitalisierung im Groß- oder Einzelhandel schon im viel Kleineren an.

 

Digitale Warenwirtschafts- und Bestellsysteme, Softwarelösungen zum Controlling und Management, zentral steuerbare Preisauszeichnungen, eine moderne Webseite zur Kundeninformation oder einfach nur die flächendeckende Einführung und Ausstattung mit Laptop- und Scanterminals – die Liste möglicher Maßnahmen ist lang, die Einspar- und Gewinnpotenziale riesig. Doch viele Handelsunternehmen leiden unter der derzeitigen Situation, die Umsätze sind niedrig, gerade jetzt wären Investitionen in eine digitale Zukunft sinnvoll, um die Attraktivität sowohl des lokalen, regionalen und nationalen Handels zu stärken und Fixkosten zu reduzieren.

 

Um Händlern, die jetzt in ihre digitale Infrastruktur investieren wollen, etwas an die Hand zu geben, folgen nun 3 mögliche Wege zur Finanzierung von Digitalisierungsmaßnahmen.

 

Klassischer Betriebsmittelkredit

Der Weg zur Hausbank ist für Unternehmer meist die erste Tat, wenn es um Investitionen geht, die fremdfinanziert werden müssen. In einer generellen Niedrigzinsphase ist ein Betriebsmitteldarlehen auch für die Neuanschaffungen eine bedenkenswerte Option. Allerdings haben es viele Handelsunternehmen derzeit eher schwer, eine Finanzierung via Kredit zu erhalten, da auch Finanzdienstleister aufgrund der Pandemie bestimmte Branchen eher zögernd mit neuem Kapital versorgen. Hier lohnt sich definitiv ein Blick über den Tellerrand: Digitale Finanzplattformen wie beispielsweise der „Anfassbar gut.“-Partner Compeon unterstützen Handelsunternehmen bei der Suche nach passenden Anbietern. Dabei werden die Konditionen von ausgewählten Partnern aus rund 300 Banken und anderen Finanzdienstleistern verglichen und bei komplexen Fällen wird auch gerne die Extrameile gemeinsam mit dem Unternehmen auf dem Weg zur bestmöglichen Finanzierung genommen.

 

Leasing und Mietkauf

Viele Anschaffungen im Rahmen der Digitalisierung eines Unternehmens sind über Objektfinanzierungen wie Leasing oder auch Mietkauf umsetzbar. Die meisten Unternehmer kennen Leasing aus dem Fahrzeugbereich. Allerdings können auch IT-Bedarf, Ladeneinrichtung und Maschinen geleast werden. Der Vorteil: Die Raten stehen über die gesamte Laufzeit fest und sind so planbar. Außerdem ergeben sich beim Leasing oftmals auch steuerliche Vorteile.

 

Ein Hinweis, den auch erfahrene Unternehmer nicht immer berücksichtigen: Auch kleine Investitionen wie Laptops, Scanner, Drucker oder Kassenterminals können bereits über Leasing oder Mietkauf finanziert werden. Um die passende Leasinggesellschaft für das gewünschte Objekt zu finden, ist auch hier der Weg über eine Finanzierungsplattform möglich.

 

Förderkredite und Zuschüsse

Förderbanken wie beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bieten neben klassischen Krediten auch spezielle Programme für Digitalisierungsmaßnahmen in Unternehmen an. Diese Förderkredite beinhalten in der Regel nicht nur einen sehr günstigen Zinssatz, sondern sind oft auch mit Zuschüssen ausgestattet, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

 

Ein Beispiel für ein solches Förderprogramm ist der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit der KfW. Die Konditionen des Programms (Stand 05.03.2021) auf einen Blick:

– Zinssatz ab 1,00 % effektivem Jahreszins

– Attraktiver Förderzuschuss von 3 % (nicht zurückzuzahlen!)

– Mindestsumme eines Kredits: 25.000 Euro

– Bis zu 25 Mio. Euro möglich

– Laufzeit: Ab 2 Jahre (mit Zuschuss 5 Jahre)

 

Beispiele für förderfähige Investitionen sind bei diesem speziellen KfW-Programm beispielsweise die Einführung von ERP-Systemen, die Schaffung von digitalen Plattformen oder auch Online-Shops, Apps oder anderen Online-Vertriebskanälen oder der Ausbau innerbetrieblicher Breitbandnetze. Generell werden die Entwicklung neuer Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen mit innovativem Charakter mit diesem Förderkredit unterstützt. Im Zweifel lohnt es sich, das eigene Investitionsvorhaben dahingehend zu prüfen und eine Finanzierung anzufragen.

Besonderes Detail: Wird der Förderzuschuss genehmigt, müssen 3 % der Kreditsumme nicht zurückgezahlt werden. Als Beispiel: Finanziert ein Händler Investitionen über dieses Kreditprogramm und erhält 100.000 Euro, profitiert er nicht nur über den günstigen Zins, sondern muss 3.000 Euro nicht zurückzahlen.

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