Produktsortiment gestalten

Die Gestaltung des Sortiments für den Online-Betrieb ist eines der wichtigsten Überlegungen, die ein Händler vor dem Aufbau des Online-Shops durchdenken sollte.

Auswahl des Sortiments

Die „richtige“ Auswahl des Sortiments kann eine wesentliche Kosten- und Zeitersparnis für den Betreiber bedeuten und auch das Umsatzpotential optimieren.

Nicht immer ist die beste Lösung für den eigenen Online-Shop ein möglichst breites Sortiment anzubieten. Mit viel Auswahl wird oft eine hohe Umsatzchance verbunden, weil eine größere Zielgruppe angesprochen wird. Zu viel Auswahl kann allerdings, gerade für kleinere Händler, schnell zu hohen Beschaffungs- und Lagerkosten und damit Verwaltungsaufwand (unter anderem für Warenwirtschaft und Marketing) führen.

„Ich empfehle auf keinen Fall mit dem normalen, stationären Sortiment 1:1 online zu gehen“,

sagt Frank Rehme, Geschäftsführer des Kompetenzzentrum Handel.

Die Kernfrage besteht darin, festzulegen, ob ein Nischen- oder ein Vollsortiment angeboten werden soll. Ein Nischensortiment bedient sich einer kleineren und genau definierten Zielgruppe. Das Vollsortiment dagegen soll möglichst viele Personen und damit eine deutlich breitere Zielgruppe ansprechen. Das Fräulein – Mode und Wohnen hat sich für ein Nischensortiment entschieden, da die Zielgruppe durch die stationären Geschäfte bereits definiert wurde. Das Sortiment des Fräuleins richtet sich vor allem an Frauen aus der Umgebung. „Wenn ich genau weiß, wen ich bedienen möchte, weiß ich auch, mit welchen Artikeln ich das mache“, erläutert Frank Rehme.

Anschließend sollten die weiteren Punkte berücksichtigt werden:

  1. Wie erklärungsbedürftig sind die Produkte?

Es ist sinnvoll, zu komplexe Produkte eher im stationären Handel anzubieten. Für den Online-Shop sollte man Produkte auswählen, die einen niedrigen Erklärungsaufwand mit sich ziehen. Die Produktbeschreibung in wenigen Sätzen sollte dafür ausreichend sein.

  1. Wie hoch ist der Versand- und Verpackungsaufwand?

Für den Anfang sollte man als Händler auf Produkte zurückgreifen, die einen niedrigen Verpackungsaufwand aufweisen (also eher nicht sensible Waren wie z.B. Kleidung). Bei zerbrechlichen Gegenständen sollte der Verpackungsaufwand entsprechend einkalkuliert werden. Beim Versandaufwand sollte außerdem ein evtl. Retourenaufwand durchdacht werden. Dazu zählt auch, wer die Kosten für den Rückversandt bei einer Retoure trägt. Wer gerade am Anfang des Online-Shop Betriebes steht, kann auch auf ein Sortiment zurückgreifen, welches eine relativ geringe Rücksendeqoute aufweist (z.B. Kochschürzen statt Jeans-Hosen).

  1. Wie hoch ist der Vermarktungsaufwand?

Auch zu betrachten ist der Marketingaufwand, um die entsprechenden Produkte zu verkaufen. Für Onlineshops können das Suchmaschinenmarketing oder das Affiliate-Marketing interessant sein.

 

Das Fräulein hat folgendes Sortiment für den Online-Shop ausgewählt:

„Einmal sollte es ein Produkt sein, das einfach zu versenden ist, bei dem die Rückgabequote nicht so schwierig ist und was leicht verständlich ist“.

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