Listing: Nur wer online stattfindet, wird auch offline gefunden

Mit einem Eintrag alle erreichen? Das war einmal

Vor den Zeiten des Internets war der jährliche Eintrag in den Gelben Seiten im Zweifelsfall ausreichend, um von potentieller Kundschaft gefunden zu werden. Heute ist es für viele kleine und mittlere Unternehmen nahezu überlebenswichtig, auf einer ganzen Reihe von Online-Portalen präsent zu sein, und das mit möglichst aktuellen Informationen. Den Überblick über die Möglichkeiten relevanter Positionierungen oder auch „Listings“ zu behalten, ist in Anbetracht der Vielzahl der Angebote echte Sisyphusarbeit. Relevante Portale lassen sich dabei primär in zwei Gruppen teilen: Zum einen die sozialen Medien wie beispielsweise Facebook und Instagram, die einen Dialog mit Kunden ermöglichen. Auf der anderen Seite stehen Portale, wie beispielsweise Google My Business, golocal oder yelp, die eingeschränkt ebenfalls Dialogmöglichkeiten bieten, primär aber auf die Bündelung spezifischer Kategorien, Branchen oder Produkte abzielen. Für die Auffindbarkeit von Geschäften sind Listings in beiden Gruppen empfehlenswert.

Gesucht wird vor Ort

Suchanfragen über Google zeigen einen Trend zu Suchen mit lokalem Bezug und sind häufig mit einer gewissen Dringlichkeit verbunden. Jede zweite lokale Suchanfrage ist mit dem Vorhaben eines Besuchs des betreffenden Geschäfts noch am selben Tag verbunden. So suchen Kunden insbesondere nach Öffnungszeiten, Produktinformationen sowie Adressen samt Wegbeschreibung. Deswegen ist es wichtig, neben dem Dialog mit Kunden auch in sozialen Medien, aktuelle und richtige Informationen zum Betrieb auf allen relevanten Plattformen zur Verfügung zu stellen. Das kann durchaus zur Herausforderung werden, da man häufig keinen eigenen Account für das Listing benötigt und in vielen Fällen auch nicht darüber informiert wird, ob oder mit welchen Informationen der eigene Betrieb auf einem bestimmten Portal erwähnt wird. Relevante Informationen wie zum Beispiel Anschrift oder Öffnungszeiten werden aus Drittquellen importiert und sind entsprechend fehleranfällig oder veraltet. In solchen Fällen sorgen falsche Informationen schnell für Ärger bei (potenziellen) Kunden, gefolgt von negativen Bewertungen. Denn wer steht schon gern vor verschlossenen Türen oder falschen Adressen.

 

Google My Business ist das wichtigste Portal

Google ist die meistgenutzte Suchmaschine und ermöglicht potentieller Kundschaft das Finden von Informationen über Ihr Geschäft. Mit einem Auftritt bei dem kostenlosen Google My Business schaffen Sie eine wichtige Basis für Ihre digitale Sichtbarkeit. Für den stationären Einzelhandel bietet Google My Business einen großen Vorteil: Die genaue Position Ihres Unternehmen wird auf einer mobilen Karte (Google Maps) aufgeführt und erhöht die Sichtbarkeit für (Mobiltelefon-)Nutzer, die im Umkreis nach Unternehmen suchen. Ein weiterer Bonus des Listings auf Google My Business ist die Steigerung des SEO-Rankings. SEO steht für Suchmaschinenoptimierung und verfolgt das Ziel mit konkreten Suchbegriffen in den wichtigen Suchmaschinen sichtbar zu sein. Bei inhaltlichen Suchanfragen über Google erscheint Ihr Unternehmen im Ranking an höherer Stelle.

 

Wie Sie Ihr Unternehmen bei Google My Business hinzufügen oder „beanspruchen“

  • Besuchen Sie die Seite business.google.com und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an. Sollten Sie über kein Google-Konto verfügen oder nicht Ihr privates Konto nutzen wollen, muss ein weiteres Konto angelegt werden.
  • Geben Sie den Namen Ihres Unternehmens in das Suchfeld ein.
  • Klicken Sie auf Ihren Firmeneintrag, wenn er unter den vorgeschlagenen Übereinstimmungen erscheint und „beanspruchen“ Sie ihn, in dem Sie auf „Jetzt verwalten“ klicken. Sollte Ihr Unternehmen nicht vorgeschlagen werden, können Sie die relevanten Informationen wie den Unternehmensnamen, die Adresse sowie Telefonnummer manuell anlegen.
  • Im Anschluss versendet Google eine Postkarte mit einem Code an Ihre Adresse. Mit diesem Code können Sie die Anmeldung verifizieren und Ihr Unternehmen listen lassen.
  • Laden Sie nun ansprechende Bilder hoch, die Ihr Geschäft in einem guten Licht präsentieren. Aktualisieren Sie alle relevanten Informationen, damit potenzielle Kunden z.B. über Ihre Öffnungszeiten stets auf dem neusten Stand bleiben.

Über ein Listing via Google My Business hinaus ist unter Umständen das Einrichten eines Facebook-Accounts Ihres Unternehmens ein sinnvoller weiterer Schritt. Das Hinzufügen bzw. „Beanspruchen“ der Seite folgt einem ähnlichen Prinzip wie das Listing bei Google My Business. Die Verifizierung findet hier allerdings telefonisch statt und verzichtet auf eine Zusendung des Codes per Postkarte. Vor der Einrichtung einer Facebook-Seite muss man sich bewusst sein, dass die Pflege einer Facebook-Seite mit erhöhtem zeitlichen Aufwand einhergehen kann. Nutzer erwarten regelmäßig Inhalte wie Fotos oder Videos neuer Produkte oder Informationen zu Sonderaktionen sowie regelmäßig Reaktion auf Kundennachrichten und Anfragen.

 

Diese Informationen sind wichtig

Halten Sie Öffnungszeiten, Anschrift, Telefonnummer Ihres Unternehmens sowie die URL zu Ihrer Webseite oder Ihrem Web-Shop aktuell. Verweisen Sie auf Sonderaktionen und Produktinformationen und stellen Sie eine Wegbeschreibung zur Verfügung. Sofern es das entsprechende Verzeichnis zulässt, ergänzen Sie ansprechende Bilder Ihres Unternehmens. Ihre Eckdaten sollten auf allen Portalen hinweg einheitlich sein, um Verwirrungen zu vermeiden.

 

Auf Masse setzen

Das Internet bündelt zahlreiche Interessen und ermöglicht die Bildung von Interessensgemeinschaften, die in zahlreichen Portalen und sozialen Netzwerken resultieren. Um möglichst viele Verbraucher erreichen zu können, sollte man möglichst viele Kontaktpunkte bieten. Es ist also ratsam den eigenen Betrieb auf vielen Anlaufstellen des Internets zu listen und so auf sämtlichen relevanten Plattformen, sozialen Netzwerken, Branchenbüchern und Bewertungsplattformen auffindbar zu sein. Während Seiten wie Google My Business und Facebook eine manuelle Pflege der Unternehmensinformationen ermöglichen, setzen viele Verzeichnisbetreiber wie beispielsweise golocal.de auf sogenannte „Webcrawler“. Unter Webcrawlern versteht man Computerprogramme, die das Internet automatisch und gezielt nach spezifischen Informationen so beispielsweise Ihrer Unternehmensadresse durchsuchen und zahlreiche Webseiten analysieren. Die von Webcrawlern genutzten Datenquellen sind aber häufig nicht vollständig oder korrekt, wodurch solche automatisierten Verzeichnisse leicht fehleranfällig sind. Um diese Fehler möglichst gering zu halten, gilt es Unternehmensinformationen auf der eigenen Webseite sowie auf sozialen Netzwerken und weiteren Plattformen stets aktuell zu halten, da diese als Webcrawler-Datenquellen dienen können.

 

Mit den richtigen Werkzeugen den Überblick behalten

Bei der Vielzahl an Plattformen und Bewertungsportalen den Überblick zu behalten ist nicht einfach. Eine zeit- und nervenschonende Alternative finden Sie auf der Plattform Pylot. Sie können alle relevanten Bewertungsplattformen und Verzeichnisse in einer Übersicht bündeln. Daten wie Öffnungszeiten, Rufnummer und Fotos pflegen Sie an einem zentralen Ort und aktualisieren Änderungen auf allen Verzeichnissen in einem Prozess. So sind Ihre Daten im Web immer und überall auf dem aktuellen Stand. Darüber hinaus haben Sie alle Bewertungen Ihrer Kunden jederzeit im Blick und können in Echtzeit und ohne Verzögerungen darauf reagieren.

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