vielfachglück

vielfachglück – Hier ist der Name Programm. Genauso vielfach und einzigartig wie das gebotene Sortiment bestehend aus Secondhand-Damenmode und verschiedensten künstlerischen Unikaten der Regalbrett-Aussteller sind es auch die Kunden, die den kleinen aber feinen Laden im Münsteraner Martiniviertel so schätzen. Ob Frau, ob Mann, ob jung, ob alt – Friederike und Judith machen mit ihrer herzlichen Art und ihren tollen Produkten einfach alle vielfachglücklich!

Wie ist das vielfachglück entstanden?

Nachdem sie bereits zehn Jahre lang im Secondhand-Bereich selbstständig war, war es für Judith Mille und ihre damalige Mitarbeiterin Friederike Bowinkelmann Zeit für eine Veränderung. Sie beschlossen, gemeinsam einen neuen Laden zu gründen. Judith erinnert sich:

„Das ging alles ziemlich schnell und war relativ spontan. Ich hatte ja bereits Erfahrungen im Secondhand-Bereich und Friederike war auch fast die ganzen Jahre mit dabei und ist selbst kreativ. Sie hat eine lange Zeit in einem Kreativregal ausgestellt und ihre selbst gefertigten Sachen verkauft. Da kam uns die Idee, doch einfach beides unter einem Dach zu vereinen.“

Nachhaltige Secondhand-Damenmode kombiniert mit verschiedensten Kreativartikeln hergestellt von regionalen Künstlern – das ist wirklich eine super Idee! Das sah übrigens nicht nur die bereits bestehende treue Stammkundschaft so, sondern auch eine aus Wirtschaftsexperten bestehende Fachjury: Friederike und Judith konnten das Gründerstipendium des Landes NRW zur Förderung ihrer Unternehmensgründung für sich gewinnen. Hut ab, da könnt ihr wirklich stolz auf euch und euer Ladenkonzept sein!

Bekanntlich lässt sich kein Geschäft ohne Namen gründen. Dieser war für das Gründerinnen-Duo zunächst gar nicht so leicht zu finden. Judith erzählt uns: „Wir haben lange überlegt und plötzlich machte es bei Friederike einfach klick. Das vielfachglück sprudelte quasi aus ihr raus. Unser Firmenname ist ein kleines Wortspiel. Der Begriff ‚vielfach‘ bezieht sich nämlich eigentlich auf die Fläche an sich. Wir bieten ja Regalbretter zur Miete an und dementsprechend haben wir in unserem Laden viele Fächer. Außerdem gibt es bei uns aber alles was Frau oder Mann glücklich macht. Deswegen steckt im Namen eben auch das vielfache Glück.“

Im Oktober 2019 war es dann soweit: Die Türen des vielfachglücks öffneten sich zum ersten Mal.

Mittlerweile besteht das Team neben den beiden Gründerinnen noch aus drei weiteren Mitarbeitern. Die beiden erzählen uns glücklich: „Wir sind rundum ein super Team und harmonieren einfach miteinander. Unsere Mitarbeiter sind auch kreativ und wir schätzen sie sehr.“ Ein harmonisches und funktionierendes Team ist wirklich das A und O. Kein Wunder also, dass das vielfachglück bereits so viele Menschen von sich und den angebotenen Produkten überzeugen und somit für sich gewinnen konnte!

Wodurch zeichnet sich das vielfachglück aus?

„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz unserer Kunden.“, berichten uns die Gründerinnen und erinnern sich:

„Letztens fragte uns noch ein Kunde, ob wir ihn nicht eine Nacht im vielfachglück einschließen könnten.“

Was es konkret ist, womit das vielfachglück eine so breit gefächerte Zielgruppe erreicht, lässt sich leicht beantworten. Zum einen ist es das faire, nachhaltige und kreative Geschäftskonzept und somit natürlich die angebotene Produktpalette und zum anderen sind es die beiden Gründerinnen, die dem vielfachglück einfach mit ihrer positiven und herzlichen Art Persönlichkeit verleihen.

Bei vielfachglück werden Fairness und Nachhaltigkeit großgeschrieben.

Das Team ist überzeugt, dass gut erhaltene Kleidung nicht in den Müll gehört, sondern getragen. Durch den Verkauf von Secondhand-Mode setzen sie ein klares Zeichen gegen Fast Fashion und versuchen damit, einen Beitrag zu leisten, um die Ressourcen unseres Planeten ein wenig zu schonen. Und weil Mode und Nachhaltigkeit etwas für jeden sind, ist auch der Kundenkreis des vielfachglücks so breit gefächert. Judith und Friederike erzählen uns: „Wir sind in unserem Bekleidungsangebot wirklich sehr vielseitig, denn wir geben bei unserem Angebot keine starre Richtung vor. Das findet sich auch in unseren vielseitigen Zielgruppen wieder. Wir haben wirklich alles von Girlies bis Rentnerinnen.“ Eine bunte Mischung, bei der die beiden die Auswahl der Produkte meist spontan aus dem Bauch heraus treffen!

Was den Gründerinnen dabei aber besonders am Herzen liegt, ist Fairness – sowohl ihren Kundinnen und Kunden als auch den Menschen gegenüber, deren getragenen Kleidungsstücke sie verkaufen. Sie erklären uns:

„Wir sind trotz dem Angebot von Markenkleidung nicht sehr hochpreisig. Das liegt vor allem an unserer Zielgruppe. Wir wollen bewusst kein Edel-Secondhand-Laden sein, denn bei uns soll schließlich jeder fündig werden.“

und fügen hinzu: „Außerdem wollen wir uns nicht dadurch bereichern, dass uns Leute ihre getragene Mode zum Verkauf abgeben, weswegen wir hier auf ein faires 50/50-Modell setzten.“

Ein weiterer Aspekt, über den sich das vielfachglück stark von anderen Secondhand-Läden abhebt, ist die Regalbrettvermietung. In einem individuell zu füllenden Regal können regionale Aussteller, kreativ handgefertigtes verkaufen. Dabei sind den Kreativköpfen keine Grenzen gesetzt. Ob Aquarelle, Stickereien, Taschen, Schmuck oder Papeterie – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und somit ist natürlich auch das Angebot im vielfachglück riesig.

„Bei uns ist wirklich alles erlaubt. Es wird gestickt, genäht, getöpfert, gedrechselt. Da ist wirklich alles dabei, wobei wir uns die Sachen natürlich vorher anschauen. Die Produkte sollten schon zu unserem Konzept passen, weswegen wir natürlich die Auswahl treffen. Das geschieht wie bei der Kleidungsauswahl auch meist aus dem Bauch oder durch Abstimmung mit unseren Mitarbeitern.“,

erzählt uns das Gründerinnen-Duo und fährt fort: „Öfter kommt es auch vor, dass wir Trends mitbekommen und diese dann an unsere Aussteller weitergeben. So war es zum Beispiel mal mit Bauchtaschen. Die wollten wir gerne anbieten und haben das dann weitergeben. Unsere Ausstellerin hat viele gefertigt und die gingen weg wie warme Semmeln.“ Wow, das klingt doch klasse! Auch findet sich Nachhaltigkeit innerhalb der vielen Fächer des vielfachglücks wieder. So sind die ausgestellten Werke bzw. Produkte oftmals im Sinne des Upcycling aus wiederverwerteten Materialien zu etwas ganz anderem geschaffen worden. Die beiden erklären uns: „Häufig hängt an den Produkten dann ein Foto dran, was es mal vorher war.“ Spannend!

Darüber hinaus stellen die Regalbretter des vielfachglücks für die Aussteller nicht selten auch Sprungbretter in die Selbstständigkeit dar. Friederike führt aus: „Ich habe auch früher in einem Regalbrett ausgestellt und das macht einfach total Spaß. Man bekommt die Möglichkeit kreativ zu werden und kann sich einfach völlig ausprobieren.“

Und auch im vielfachglück werden noch eigene Produkte ausgestellt. Judith erzählt uns: „Solange wir die Zeit finden, was zu machen, stellen wir unsere eigenen Teile, beispielsweise Kleinmöbel bei uns im Laden aus. Friederike macht auch öfters mal Nachtschichten an ihrer Nähmaschine.“ Wow, das ist Einsatz. Eure Kreativität und euer Engagement sind euch hoch anzurechnen. Dass ihr mit vollem Herzen bei der Sache seid, merken nicht nur wir sondern natürlich auch die Kunden.

Wie vielfachglück die Herausforderung Corona gemeistert hat

Kurz nach der Gründung im Oktober 2019 gingen die Auswirkungen der Corona-Pandemie sicherlich nicht spurlos am vielfachglück vorbei. Doch Judith und Friederike hatten bereits frühzeitig erkannt, wie wichtig es heutzutage ist, sich digital gut aufzustellen. So richteten sie direkt eine Website sowie ihre Social Media-Kanäle auf Facebook und Instagram ein. Diese konnten sie nutzen und beispielsweise ihren Instagram-Account als zweites Schaufenster nutzen und dort ihre Kleidungsstücke und Produkte vorführen.

Ausblick

Für die Zukunft des vielfachglücks hat das Gründer-Duo schon Pläne. Die beiden erzählen uns:

„Wir wollen einfach alles etwas weiterentwickeln. So planen wir beispielsweise das Upcycling weiter auszubauen. Außerdem soll das Martiniviertel generell etwas interessanter werden. Da könnten wir uns vorstellen einen Kreativmarkt auszurichten oder generell mit unseren Ausstellern an Märkten teilzunehmen. Auch Workshops, kleine Modenschauen oder Lesungen sind für uns denkbar. Wir wollen den Leuten einfach noch einen größeren Anreiz schaffen, hierhin zu kommen.“

Das werdet ihr schaffen, da sind wir uns ganz sicher. Wir drücken die Daumen, dass ihr schnell die Möglichkeit bekommt, eure vielen Ideen in die Tat umzusetzen!

„Anfassbar gut.“

„Die Initiative ‚Anfassbar gut.‘ finden wir wirklich super. Es ist einfach so. Man muss in den Laden kommen und die Dinge anfassen und anprobieren. Dieser Begriff ‚anfassbar‘ hat uns direkt angesprochen. Man kann zwar auf Fotos vieles sehen, aber im Endeffekt muss man alles doch in die Hand nehmen. Der Name der Initiative ist einfach perfekt und bringt es auf den Punkt.“,

führen die beiden aus und fügen hinzu:

„Dass wir dann am Ende gewonnen haben, hat uns sehr gefreut. Unsere Kundinnen, denen wir davon erzählt haben, waren auch immer direkt begeistert. Als wir erfahren haben, dass wir das Rennen der drei Finalisten für uns entscheiden konnten, haben wir wirklich kurz getanzt hier im Laden.“

Den Titel „Anfassbar gut.“ habt ihr euch wirklich verdient! Weiter so!

Es hat uns sehr gefreut, euch im Rahmen unseres Gewinnspiels kennenzulernen!

Danke, vielfachglück!

vielfachglück

Sonnenstraße 70, 48143 Münster

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