Cyber-Sicherheit: Mit einem Klick in den finanziellen Ruin

Ob im Beruflichen oder Privaten, relevante Daten werden inzwischen fast ausnahmslos mithilfe digitaler Technologien erfasst, verarbeitet, gespeichert und weitergegeben. Das gilt auch für den Handel.

Die große Herausforderung: Cyber-Security

Vielen Einzelhändlern ist nicht bewusst: auch der kleinste digitale Prozess kann zum Risiko werden. „Um ein Unternehmen online anzugreifen, benötigt es nicht sonderlich viel Expertise. Schwachstellen lassen sich in der Regel leicht und teilweise automatisiert finden und ausnutzen“ schreibt Cyber-Security Experte Sven Weizenegger und ergänzt, „Aus derartigen Angriffsmanövern hat sich inzwischen ein florierendes Geschäftsmodell entwickelt.“

Server lahm gelegt

Ein Mitarbeiter nutzte sein Firmen-Notebook für private Zwecke. Über eine vireninfizierte Bilddatei gelangte eine Schadsoftware in das Firmennetzwerk. Dadurch wurde der Server unserer Geschäfte für einen ganzen Tag lahm gelegt, denn der Geschäftsbetrieb musste bis zur Wiederherstellung unterbrochen werden.
Ina Voigt,
Inhaberin mehrerer Möbelgeschäfte in München

 

Das Risiko liegt oft im eigenen Haus

Während große Unternehmen Sicherheit inzwischen auch online groß schreiben, besteht bei vielen kleineren und mittleren Unternehmen dringender Handlungsbedarf: Laut Erhebungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wird das eigene Risiko als sehr gering eingeschätzt: „Mein Betrieb ist so klein, da interessiert sich kein Hacker für.“ – ein mitunter fataler Irrglaube.

Denn das Risiko ist dabei häufig innerhalb des Unternehmens am größten. Dreiviertel aller Cyber-Vorfälle werden durch eigenes Verschulden oder das von Mitarbeitenden verursacht. Und nach wie vor stellen E-Mails eines der größten Risiken dar. Denn oft genügt ein Klick auf einen falschen Link oder das Öffnen eines falschen Anhangs reichen aus, um ernsthafte und teure Schäden zu verursachen.

Sicherheit zahlt sich aus

Investition in Sicherheitsvorkehrungen sowie transparente Datenschutzbestimmungen sichern nicht nur den Betrieb, sondern zahlen laut einer Studie der Unternehmensberatung Capgemini auch auf die Kundenzufriedenheit ein. Darüber hinaus sollten Mitarbeitende regelmäßig geschult, Firewalls eingerichtet und regelmäßige Backups von Daten erstellt werden. Die Verschlüsselung von Daten ist ein weiterer wichtiger Schritt, ebenso wie ein begrenzter Umgang mit privaten Endgeräten im Betrieb.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat die Gefahr von Cyber-Angriffen erkannt und arbeitet mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für mehr Cybersicherheit im Handel. Gemeinsam wollen HDE und BSI mittelständische Handelsunternehmen stärker für das Thema sensibilisieren.

Auch das Cyber-Security Unternehmen Perseus bietet Firmen eine verständliche und umfassende Vorsorge gegen Cyber-Angriffe und Datenpannen. Für Unternehmen, die Opfer einer Cyber-Attacke und dagegen versichert sind, greift die CyberPolice der SIGNAL IDUNA. Mehr Informationen dazu gibt es hier:

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